Tief betroffen von der Todesnachricht trauern wir um Günter Hörandel, der Verein „Wir für KW e.V.“, um unser Vorstandsmitglied, den Ortsvorsteher von Senzig und Sachkundigen Einwohner im Kreistag LDS
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TRANSPARENZ - VERANTWORTUNG - Wir für KW e.V.
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Wundern Sie sich eigentlich auch über den einen oder anderen Politiker oder Vorgesetzten?

Ich schon. Seit fast 4 Jahren ist zum Beispiel der US-Präsident mit der gewaltigen Goldlocke ein beliebtes Thema in bestimmten Medien beidseits des Atlantik. Dass er nicht so ist, wie viele andere Politiker, ist wohl unbestreitbar. 

Michael d’Antonio, Autor der Trump-Biografie "Never Enough“,  antwortete auf die Frage eines Journalisten für das Magazin Profil über Trumps seltsames Verhalten. Man könne es in psychologischen Werken nachschlagen, es „wirke verstörend“.  In den meisten Beiträgen die sich mit diesem Thema beschäftigen wird Trump als Narzisst bezeichnet. Oft wird dabei von „bösartiger Selbstverliebtheit“ gesprochen. 

Aber warum in die Ferne schweifen? Auch in unserem direkten Umfeld kann man die verschiedenen Persönlichkeiten und dazu gehörende Störungen finden. Einige davon scheinen vielleicht nur gestört, andere sind es womöglich tatsächlich. Alles in allem eine schwierige Sache! Wir versuchen hier Aufklärung zu erlangen und verschiedene Störungstypen beim Menschen zu ergründen. Vielleicht auch zur Selbsthilfe bieten wir entsprechende Befragungen an. Uns würde natürlich freuen, wenn der eine oder andere Leser uns schreibt, was er mit unserem Beitrag und seinen Anregungen erlebt hat.


Heute ist narzisstische Störung dran! Liegt natürlich nah bei den einführenden Zeilen. Diese Störung ist übrigens sehr häufig. Man findet sie in fast allen Lebensbereichen in Politik, Wirtschaft, Kultur und selbst in der Ehe und bei Freunden.

In der Literatur wird die Ursache des Narzissmus neben einer gewissen erblichen Disposition vor allem familiären Verhältnissen zugeschrieben. Besonders interessant: der Narzissmus entsteht meist in der frühsten Kindheit, wenn Selbstwertgefühl und die eigene Individualität sich entwickeln.  Die Ärzte nennen die narzisstische Persönlichkeitsstörung auch gern NPS, Abkürzungen verschleiern das eigentliche Problem so schön! Man vermeidet, das „böse“ Wort voll auszusprechen. 

Es geht bei einem Narzissten um eine Störung der Empathie; er leidet an Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und an einem übersteigerten Verlangen nach Anerkennung. Er will ständig und von allen gelobt werden. Kritik hasst er nicht nur wie der Teufel das Weihwasser. Nein, Kritik ist für ihn etwas Unnatürliches, weil Wahrheitswidriges und Beleidigendes. Der krankhafte Narzissmus kann sich sowohl zu einem Prahlhans und Hochstapler entwickeln oder durch unsägliche Ansprüche und Erwartungen an sich selbst im Leben scheitern. Anderen machte er dabei gern das Leben zur Hölle.

Das Thema Narzissmus zieht ein wachsendes Interesse auf sich, weil es statistische Hinweise dafür gibt, dass der Anteil der Narzissten in der Bevölkerung zunimmt. Nicht jeder Prahlhans muss allerdings gleich zum Psychiater. Meistens bleibt er wo er sich gerade eingenistet hat und quält seine Umgebung.

Die Literatur weist folgende Kriterien für einen stark krankhaften Narzissten auf: der Betroffene hat ein völlig überzogenes Gefühl der eigenen Wichtigkeit; diese verlangt  nach übermäßiger Bewunderung, Narzissten  idealisieren sich selbst und sind stark von Fantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Glanz und Schönheit eingenommen. Sie sind davon überzeugt, dass sie im Mittelpunkt stehen, weil sie besonders einzigartig sind und nur von anderen außergewöhnlichen und angesehenen Personen oder Individuen verstanden werden oder nur mit diesen verkehren können.

 

Als typische Symptome einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung werden in der wissenschaftlichen Literatur angeführt:

  • übertriebene Selbstliebe
  • Vorstellung, grandios und einzigartig zu sein
  • Mangel an Einfühlungsvermögen
  • übermäßige Empfindlichkeit gegenüber Kritik
  • Ausnutzen anderer für eigene Ziele
  • Übertreibung der eigenen Fähigkeiten und Leistungen
  • Suche nach extremer Bewunderung
  • arrogantes, hochmütiges Verhalten
  • dabei häufig schlechtes Selbstwertgefühl


Obwohl Narzissten meist souverän und selbstsicher auftreten, sind sie dies selten wirklich. Es sind ihre tiefgreifenden Minderwertigkeitskomplexe  und Unsicherheiten, die sie versuchen, zu überspielen. Dementsprechend geht diese Krankheit oft mit Phasen der Depression einher. Auch  das Selbstmordrisiko ist erhöht. Besonders delikat, narzisstische Männer sind oft von sexuellen Funktionsstörungen betroffen.

Und, wie beim Alkoholiker, sollte man sich helfen lassen, wenn eine narzisstische Persönlichkeitsstörung vorliegt. Es ist eben auch eine Krankheit. Hier nun unser Selbsttest:

 

Welche Persönlichkeitsstörungen gibt es und wie äußern sie sich?
Wie unterscheidet mann die
spezifische Persönlichkeitsstörungen:

Paranoide Persönlichkeitsstörung

Menschen mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung:

  • zeigen ein die Persönlichkeit beherrschendes, nicht gerechtfertigtes Misstrauengegenüber anderen Menschen
  • haben die Neigung, anderen Menschen bösartige Motive zu unterstellen
  • neigen dazu, Erlebtes zu verdrehen, indem neutrale oder freundliche Handlungen anderer als feindlich oder verächtlich missdeutet werden
  • zeigen besonders häufig ein ungerechtfertigtes Misstrauen gegenüber der sexuellen Treue des Ehe- oder Sexualpartners
  • sind meist überempfindlich gegenüber Kritik
  • neigen aufgrund ihres übersteigerten Bedürfnisses nach Autonomie dazu, in eine oppositionelle Haltung zu geraten und aggressiv zu reagieren
Schizoide Persönlichkeitsstörung

Menschen mit einer schizoiden Persönlichkeitsstörung:

  • zeigen eine Neigung zur sozialen Isolierung und zum Einzelgängertum
  • haben keine oder kaum enge Beziehungen außer im Kreis der Verwandten ersten Grades
  • sind in interpersonellen Beziehungen kühl und emotional distanziert, wirken unnahbar und haben eine geringe Fähigkeit, warme und zärtliche Gefühle oder auch Ärger anderen gegenüber zu zeigen
  • sind oft gleichgültig gegenüber sozialen Regeln, aber auch gegenüber Lob und Kritik durch andere Menschen
  • zeigen oft wenig Interesse an sexuellen Erfahrungen mit einer anderen Person

Dissoziale Persönlichkeitsstörung

Menschen mit einer dissozialen Persönlichkeitsstörung:

  • zeigen eine deutliche und überdauernde Verantwortungslosigkeit und Missachtung sozialer Normen, Regeln und Verpflichtungen
  • haben meist eine geringe Frustrationstoleranz – sind egozentrisch und unfähig zu wirklicher Liebe und Bindung
  • zeigen eine niedrige Schwelle für aggressives, auch gewalttätiges Verhalten
  • sind oft oberflächlich charmant, aber falsch und unaufrichtig
  • kennen weder Reue noch Schamgefühl
  • verfügen nicht über die Fähigkeit, sich selbst mit den Augen anderer zu sehen
  • sind nicht in der Lage, sich in andere Menschen hineinzuversetzen (Empathie-Mangel)

Borderline-Persönlichkeitsstörung

Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung:

  • zeigen Instabilität in Beziehungen, im Selbstbild und in den Gefühlen sowie Impulsivität
  • neigen häufig zu Selbstverletzungen und Suizidalität

Histrionische (hysterische) Persönlichkeitsstörung

Menschen mit einer histrionischen Persönlichkeitsstörung:

  • neigen zu einem übertriebenen Ausdruck von Gefühlen
  • haben ein gesteigertes Verlangen nach Aufmerksamkeit und Bewunderung
  • neigen zu Theatralik und Dramatisierung
  • haben eine Tendenz zu unangemessen, sexuell verführerischem und provokant-manipulativem Verhalten
  • sind suggestibel und leicht beeinflussbar
  • verlangen nach aufregender Spannung und nach Aktivitäten, bei denen sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen
  • neigen zu manipulativen Verhaltensweisen zur Befriedigung eigener Bedürfnisse

Narzissistische Persönlichkeitsstörung

Patienten mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung:

  • neigen zu einem Gefühl der Großartigkeit
  • haben ein Bedürfnis nach Bewunderung und mangelndes Einfühlungsvermögen

Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

Menschen mit einer anankastischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstörung:

  • neigen zur Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit bis zur Pedanterie
  • zeigen eine übertriebene Ordnungsliebe und Rigidität
  • neigen zu Perfektionismus
  • neigen zu starkem Zweifel und verstärkter Vorsicht
  • haben eine Vorliebe für Details, Regeln, Listen, Ordnung, Organisation oder Schemata
  • sind in ihrer Genussfähigkeit eingeschränkt
  • leiden oft unter dem Auftreten unerwünschter Gedanken und Impulse

Ängstliche-vermeidende/selbstunsichere Persönlichkeitsstörung

Menschen mit einer ängstlich-vermeidenden/selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung:

  • neigen zu andauernden und intensiven Gefühlen von Anspannung und Besorgtheit
  • haben die Vorstellung, sozial minderwertig, unattraktiv oder anderen unterlegen zu sein
  • zeigen eine übertriebene Erwartung, von anderen kritisiert oder zurückgewiesen zu werden
  • vermeiden soziale oder berufliche Aktivitäten, die zwischenmenschlichen Kontakt voraussetzen, aus Furcht vor Kritik, Missbilligung oder Zurückweisung
  • sind in ihrem Lebensstil durch das Bedürfnis nach Sicherheit eingeschränkt

Asthenische (abhängige) Persönlichkeitsstörung

Menschen mit einer asthenischen (abhängigen) Persönlichkeitsstörung, auch dependente Persönlichkeitsstörung genannt:

  • zeigen ein abhängiges Beziehungsmuster
  • neigen zu Gefügigkeit und Unterordnung gegenüber Personen, zu denen eine abhängige Beziehung besteht
  • neigen dazu, wichtige Lebensentscheidungen an andere zu delegieren
  • sind voller Hilflosigkeit und Angst, nicht für sich selbst sorgen zu können
  • verlassen sich bei kleineren oder größeren Lebensentscheidungen passiv auf andere Menschen
  • haben große Trennungsangst
  • haben Angst, von einer Bezugsperson verlassen zu werden und für sich selbst sorgen zu müssen
  • versagen gegenüber den Anforderungen des täglichen Lebens
  • wirken kraftlos im intellektuellen (und) emotionalen Bereich
  • haben die Tendenz, bei Schwierigkeiten die Verantwortung anderen zuzuschieben

Wie häufig sind Persönlichkeitsstörungen?

Es sind immerhin ca. 11 Prozent aller Deutschen die unter einer Persönlichkeitsstörung leiden. Frauen und Männer gleich häufig von Persönlichkeitsstörungen betroffen, allerdings gibt es für die einzelnen Persönlichkeitsstörungen teilweise deutliche Geschlechtsunterschiede. Während Frauen z.B. mehr von der Borderline-Persönlichkeitsstörung oder der ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung betroffen sind, treten dissoziale und zwanghafte Persönlichkeitsstörungen häufiger bei Männern auf.

Menschen mit Persönlichkeitsstörungen haben im Vergleich zu Menschen ohne Persönlichkeitsstörungen ein stark erhöhtes Risiko, an einer anderen psychischen Störung zu erkranken (z.B. Depression, Angststörung, Suchterkrankungen).  ca. 50 Prozent aller psychisch kranken Menschen leiden an einer  Persönlichkeitsstörung.

Wie verlaufen Persönlichkeitsstörungen?

Typischerweise zeigen sich die gestörten Persönlichkeitsmuster ab der Kindheit oder Jugend des Betroffenen und bleiben in ihrer Besonderheit relativ stabil. Ob der Betroffene (und seine Umwelt) unter diesen Mustern jedoch stark leidet bzw. inwieweit sie echten „Störungswert“ erhalten, hängt stark von äußeren Lebensumständen, Lebensanforderungen und den Bezugspersonen des Betroffenen ab.

Insbesondere im Zusammenhang mit gravierenden Umstellungen wie Umzug, Arbeitsplatzwechsel oder Wechsel in den Bezugspersonen, die Flexibilität und Problemlösefähigkeiten erfordern, können Menschen mit Persönlichkeitsstörungen in große Schwierigkeiten geraten.

So kann beispielsweise eine junge Frau mit ängstlich-vermeidender Persönlichkeitsstörung ihre sozialen Rollen relativ gut erfüllen, so lange sie in der Nachbarschaft ihrer Eltern lebt, im Betrieb eines alten Freundes der Familie ihre Ausbildung absolviert und vorwiegend Kontakt zu ehemaligen Schulkameradinnen hat. Der Umzug zum 50 km weit entfernt lebenden Partner, verbunden mit einem Arbeitsplatzwechsel sowie der Notwendigkeit, sich in einer neuen sozialen Umgebung zurechtzufinden, kann jedoch zu ausgeprägten Problemen, Ängstlichkeit, Grübeln, Mutlosigkeit und Verzweiflung bis hin zum Vollbild einer Depression führen.

Die meisten Persönlichkeitsstörungen verlaufen chronisch, wobei bei ca. 30 Prozent der Betroffenen von einem sehr ungünstigen Verlauf mit ausgeprägten Beeinträchtigungen zu rechnen ist. Etwa 50 Prozent der Patienten können von einer Therapie sehr profitieren.

Wie werden Persönlichkeitsstörungen behandelt?

Die Behandlung der Persönlichkeitsstörung umfasst die Krisenintervention und eine längerfristige Bearbeitung der Beziehungsstörungen. Die Behandlung der Wahl ist die PsychotherapiePsychopharmaka haben lediglich eine unterstützende Funktion. An psychotherapeutischen Methoden können eingesetzt werden:

  • modifizierte analytische Ansätze mit strukturbildenden psychotherapeutischen Maßnahmen zum Aufbau von defizitären Ich-Strukturen wie Affektsteuerung, Impulskontrolle, Affektdifferenzierungen, Verbesserung der interpersonellen Kompetenz sowie
  • verhaltenstherapeutische Ansätze mit umfassendem Sozialtraining, systematischer Desensibilisierung und Expositionsbehandlung.
  • Kognitive Therapieansätze bei einer Persönlichkeitsstörung zielen auf die Modifikation dysfunktionaler Überzeugung über die eigene Person und die Welt.
  • Bei traumatisierten Patienten sind traumaorientierte Psychotherapien einzusetzen.

Sehr häufig werden Persönlichkeitsstörungen stationär psychotherapeutisch behandelt, wobei insbesondere bei den Borderline-Störungen spezielle Therapieprogramme auch für die stationäre Psychotherapie entwickelt wurden, wie z.B. die übertragungsfokussierte Psychotherapie oder die dialektisch-behaviorale Psychotherapie.

 

Fallbeispiele zu Persönlichkeitsstörungen

Fallbeispiel 1: Borderline-Persönlichkeitsstörung

Eine 35-jährige Krankenschwester stellt sich zur Aufnahme in ein Psychotherapieprogramm vor, sie berichtet offen über ihre Probleme und ist sehr rasch gut im Kontakt. Ihre größten Probleme seien extreme Anspannungszustände und starker Selbsthass, die meist gleichzeitig und von ihr unvorhersehbar aufträten. Diese Probleme bestünden, seit sie in ihrer Kindheit über einen langen Zeitraum von einem Verwandten regelmäßig sexuell missbraucht worden sei. Um ihre Anspannung zu regulieren, schneide sie sich in beide Arme und missbrauche Alkohol und Medikamente. Sie habe einen kleinen Bekanntenkreis, die meisten Beziehungen verliefen wechselhaft und kompliziert, nichts wünsche sie sich sehnlicher als eine feste Partnerschaft.

Während der stationären Behandlung treten verschiedene Konflikte mit Mitpatienten oder Behandlern auf, da die Patientin sich sehr schnell zurückgewiesen und ungeliebt fühlt. Solche Situationen werden genau analysiert, zusätzlich erhält die Patientin intensive symptomorientierte Einzel- und Gruppentherapie.

Nach Behandlungsende ist sie in der Lage, Anspannung ohne Selbstverletzungen und ohne Substanzmissbrauch zu verringern. Probleme in Beziehungen und Selbsthass treten nach wie vor auf, die Patientin kann sich davon jedoch etwas besser distanzieren.

Fallbeispiel 2: Schizoide Persönlichkeitsstörung

Der 31-jährige Herr P. ist Patient in der stationären Alkoholentwöhnung. Er wirkt sehr ruhig und zurückgezogen, schaut sein Gegenüber wenig an und reagiert kaum auf Scherze oder freundliche Ansprache.

Zu seiner sozialen Situation gibt er an, dass sich die Mutter seines Kindes vor kurzem von ihm getrennt habe, den Grund dafür habe er nicht ganz verstanden. Er fände das natürlich schade, aber insgesamt seien ihm andere Menschen wenig wichtig, ihre Meinung über ihn sei ihm relativ gleichgültig, er komme am besten alleine zurecht und auch an einer sexuellen Beziehung läge ihm nicht sehr viel. Seit er vor zwei Jahren seine Arbeitsstelle als Maurer verloren habe, gehe er kaum unter Leute, allerdings sei in dieser Zeit der Alkoholkonsum sehr massiv geworden.

Fallbeispiel 3: Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung

Die 26-jährige Frau P. muss als gelernte Gärtnerin im Verkauf auch Kunden beraten. Dies falle ihr extrem schwer, sie habe Angst, sich lächerlich zu machen, melde sich deshalb auch häufig krank und habe daher immer wieder Ärger mit ihrer Chefin. Auch privat sei sie extrem schüchtern, fühle sich Altersgenossen unterlegen, traue sich nicht, ihr wenig bekannte Personen anzusprechen und fühle sich meistens tapsig und unbeholfen.

Nach einer zweijährigen Verhaltenstherapie mit dem Schwerpunkt auf dem Üben der vermiedenen Probleme (Kundenkontakt, private Kontakte (wieder) anknüpfen) kann sie ihre beruflichen Aufgaben sicher bewältigen und hat ein erfüllenderes Sozialleben. Sie bezeichnet sich jedoch nach wie vor als schüchtern und von Minderwertigkeitskomplexen geplagt.

Gekürzt von Autoren:
Univ.-Prof. Dr. med. Klaus Lieb
Dr. Gitta Jacob
Prof. Dr. med. Paul L. Janssen

Tief betroffen von der Todesnachricht trauern wir,

 

der Verein „Wir für KW e.V.“, um unser Vorstandsmitglied, den Ortsvorsteher von Senzig und Sachkundigen Einwohner im Kreistag LDS

 

Günter Hörandel, 73

 

Seinen Mitmenschen stets freundlich und offen zugewandt,  kümmerte er sich um das Alltägliche, um das Notwendige in seinem Umfeld. Er war Gründungsmitglied von „Wir für KW“ und von Beginn an im Vorstand des Vereins sehr aktiv. Die Wähler Senzigs sprachen ihm wiederholt ihr Vertrauen aus und er wurde 2018 zum Vorsitzenden des Ortsbeirates Senzig gewählt. 

Mit viel Engagement und Zielstrebigkeit, nie müde werdend bei der Lösung von Problemen war er für Königs Wusterhausen und Senzig erfolgreich tätig. Als Ortsvorsteher ging es ihm immer darum, Senzig zu einem lebenswerten und zukunftssicheren Ortsteil zu machen. Er arbeitete stets mit allen zusammen, die diese Ziele für unsere Stadt teilen. Sein Rat wurde geschätzt und gern in Anspruch genommen.
 

Wir verlieren mit Günter Hörandel einen um die Menschen in seiner Region verdienten Mitbürger und Freund. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

 

Günter Hörandel starb am 20. Mai 2020 im Alter von  73 nach kurzer schwerer Krankheit. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

 

In Trauer und Hochachtung nehmen wir Abschied!


Michael Reimann                             Lutz Vogt

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Persönlichkeitsstörungen (PS)

Wundern Sie sich eigentlich auch über den einen oder anderen Politiker oder Vorgesetzten?

 

Ich schon. Seit fast 4 Jahren ist zum Beispiel der US-Präsident mit der gewaltigen Goldlocke ein beliebtes Thema in bestimmten Medien beidseits des Atlantik. Dass er nicht so ist, wie viele andere Politiker, ist wohl unbestreitbar. 

Michael d’Antonio, Autor der Trump-Biografie "Never Enough“,  antwortete auf die Frage eines Journalisten für das Magazin Profil über Trumps seltsames Verhalten. Man könne es in psychologischen Werken nachschlagen, es „wirke verstörend“.  In den meisten Beiträgen die sich mit diesem Thema beschäftigen wird Trump als Narzisst bezeichnet. Oft wird dabei von „bösartiger Selbstverliebtheit“ gesprochen. 

Aber warum in die Ferne schweifen? Auch in unserem direkten Umfeld kann man die verschiedenen Persönlichkeiten und dazu gehörende Störungen finden. Einige davon scheinen vielleicht nur gestört, andere sind es womöglich tatsächlich. Alles in allem eine schwierige Sache! Wir versuchen hier Aufklärung zu erlangen und verschiedene Störungstypen beim Menschen zu ergründen. Vielleicht auch zur Selbsthilfe bieten wir entsprechende Befragungen an. Uns würde natürlich freuen, wenn der eine oder andere Leser uns schreibt, was er mit unserem Beitrag und seinen Anregungen erlebt hat.

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Persönlichkeitsstörungen

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